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Die richtige Agentur finden und Angebote vergleichen

Autorenbild: Theresa Strobl
Theresa Strobl
vor 14 Stunden
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Stunden

Eine neue Website, ein neues Corporate Design, eine Kampagne oder eine Neupositionierung steht an. Also beginnt die Suche nach einer passenden Agentur.


Man fragt Empfehlungen ab, recherchiert, führt erste Gespräche und holt Angebote ein.

Und irgendwann liegen mehrere Angebote auf dem Tisch, die auf den ersten Blick kaum miteinander vergleichbar sind.


Die Preise unterscheiden sich. Die Leistungen unterscheiden sich. Manche Agenturen kalkulieren sehr detailliert, andere wesentlich kompakter. Strategie ist einmal enthalten, einmal nicht. Projektmanagement wird unterschiedlich ausgewiesen und auch der Umfang der Umsetzung variiert.


Gerade für Unternehmen, die nicht regelmäßig mit Agenturen arbeiten, entsteht dadurch schnell Unsicherheit.

Dabei liegt das Problem häufig gar nicht bei den Agenturen.


Es liegt im Prozess davor.


Die Agentursuche beginnt früher als gedacht

Bevor die erste Agentur kontaktiert wird, sollte klar sein, was überhaupt benötigt wird.


Das klingt selbstverständlich, ist in der Praxis aber oft der schwierigste Schritt.


Denn hinter dem Wunsch nach einer neuen Website steckt vielleicht nicht nur ein neues Design. Vielleicht muss davor die Positionierung überarbeitet werden. Vielleicht fehlen Texte, Bilder oder eine klare Struktur.


Je unklarer die Aufgabe zu Beginn ist, desto unterschiedlicher werden später auch die Angebote.

Deshalb lohnt es sich, die Agentursuche in vier einfache Schritte zu unterteilen.


1. Klarheit schaffen

Am Anfang steht die Frage, was mit dem Projekt erreicht werden soll.


Es muss noch nicht jedes Detail geklärt sein. Eine gute Agentur soll beraten, mitdenken und eigene Ideen einbringen.


Aber die grundsätzliche Richtung sollte feststehen.


Was soll sich verändern? Was ist bereits vorhanden? Welche Unterstützung wird benötigt? Welcher zeitliche und finanzielle Rahmen ist realistisch?


Diese Klarheit bildet die Grundlage für alles Weitere.


2. Ein gutes Briefing erstellen

Im nächsten Schritt sollte ein strukturiertes Agenturbriefing erstellt werden.


Alle angefragten Agenturen sollten möglichst dieselbe Ausgangslage erhalten. Das Briefing beschreibt das Unternehmen, die Aufgabenstellung, die Ziele, die wichtigsten Anforderungen und die Rahmenbedingungen.


Und hier kommt ein Tipp aus der Praxis, den ich für besonders wichtig halte: Gebt den Agenturen fixe Angebotsblöcke vor.

Lasst nicht jede Agentur selbst entscheiden, wie sie ihr Angebot strukturiert.

Definiert bereits im Briefing, welche Bereiche im Angebot separat ausgewiesen werden sollen. Je nach Projekt können das zum Beispiel Strategie und Konzeption, Projektmanagement, Design, Programmierung, Content oder laufende Betreuung sein.


Warum ist das so wichtig?

Weil genau hier später die Vergleichbarkeit entsteht.

Wenn Agentur A Strategie, Projektmanagement und Umsetzung in einer Gesamtsumme zusammenfasst und Agentur B jeden Bereich separat kalkuliert, wird ein sinnvoller Vergleich sehr schwierig.


Bekommen hingegen alle Agenturen dieselben Angebotsblöcke vorgegeben, lassen sich Leistungen und Preise deutlich besser gegenüberstellen.


Natürlich dürfen Agenturen zusätzliche Leistungen empfehlen oder Alternativen vorschlagen. Die grundlegende Angebotsstruktur sollte aber für alle gleich sein.


Dieser kleine Schritt kann bei der späteren Entscheidung einen enormen Unterschied machen.


3. Passende Agenturen auswählen

Erst jetzt beginnt die eigentliche Agentursuche.


Dabei ist mehr nicht automatisch besser.


Drei oder vier gut ausgewählte Agenturen sind oft sinnvoller als eine lange Liste an Anbietern.


Wichtiger als möglichst viele Referenzen ist die Frage, ob eine Agentur zum konkreten Projekt passt. Dazu gehören die Größe und Struktur der Agentur, die benötigten Kompetenzen, die Art der Zusammenarbeit und natürlich auch die Menschen dahinter.


Auch Referenzen sollte man mit etwas Abstand betrachten.


Eine Referenz zeigt zwar das fertige Ergebnis, aber selten die Rahmenbedingungen dahinter. Budget, Kundenwünsche, bestehendes Material oder interne Vorgaben haben großen Einfluss darauf, wie ein Projekt am Ende aussieht.


4. Angebote richtig vergleichen

Wenn alle Agenturen dasselbe Briefing erhalten und entlang derselben Angebotsblöcke kalkulieren, wird der Vergleich deutlich einfacher.


Dann geht es nicht mehr nur um die Endsumme.


Entscheidend ist, welche Leistungen tatsächlich enthalten sind und wie gut diese zum eigenen Bedarf passen.

Ein günstigeres Angebot kann wichtige Leistungen ausklammern, die später zusätzlich beauftragt werden müssen. Ein höheres Angebot kann wiederum bereits Strategie, Projektsteuerung oder zusätzliche Leistungen enthalten.


Deshalb ist die günstigste Agentur nicht automatisch die wirtschaftlichste.


Genauso wenig ist ein höherer Preis automatisch ein Zeichen für bessere Qualität.


Erst wenn die Leistungen vergleichbar sind, lässt sich auch der Preis sinnvoll beurteilen.


Warum eine neutrale Perspektive hilfreich sein kann

Unternehmen vergeben größere Marketingprojekte oft nur alle paar Jahre.


Agenturen hingegen beschäftigen sich täglich mit Briefings, Leistungsumfängen, Angeboten und Projektabläufen. Dadurch entsteht ganz automatisch ein Wissensunterschied.


Gerade bei größeren Projekten kann es deshalb sinnvoll sein, sich vor der eigentlichen Agentursuche neutrale Unterstützung zu holen.


Nicht, um der späteren Agentur ihre Arbeit abzunehmen.


Sondern um zuerst Klarheit zu schaffen, ein gutes Briefing aufzusetzen, geeignete Agenturen auszuwählen und eine solide Grundlage für den Angebotsvergleich zu schaffen.


Dieser zusätzliche Schritt am Anfang kann später sehr viel Unsicherheit, Zeit und auch Geld sparen.


Fazit

Es gibt nicht die eine beste Agentur.


Es gibt eine Agentur, die zu einem bestimmten Unternehmen, einem bestimmten Projekt und einer bestimmten Aufgabenstellung passt.


Der Weg dorthin muss nicht kompliziert sein.


  1. Zuerst den Bedarf klären.

  2. Dann ein gutes Briefing mit fixen Angebotsblöcken erstellen.

  3. Passende Agenturen auswählen.

  4. Und schließlich die Angebote strukturiert vergleichen.


Wer diese Reihenfolge einhält, schafft eine wesentlich bessere Grundlage für die Entscheidung.

Und wer bereits beim ersten Schritt merkt, dass intern die Erfahrung oder die notwendige Klarheit fehlt, sollte sich genau dort Unterstützung holen.


Denn oft entscheidet sich schon vor dem ersten Agenturgespräch, wie gut ein Marketingprojekt später laufen kann.


Sollten Sie Unterstützung bei der Agenturensuche oder beim Angebotsvergleich benötigen, kontaktieren Sie uns gerne unter theresa@strobl-marketing.at

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